Wie wir funktionieren

Atmen & Stöhnen

ALS MITTEL ZUR SELBSTREGULIERUNG UND ZUR LUSTVOLLEN KOMMUNIKATION
Eine der wirkungsvollsten Methoden zur Selbstregulierung ist die Atmung und das Stöhnen. Gerade das zweite bereitet vielen Menschen besonders viel Probleme. Um die feinen Unterschiede zwischen nervigem Porno Gestöhne und dem authentischem Stöhnen zu verstehen, haben wir diesen Beitrag aufgenommen.
Orgasmus Probleme beim Mann

Vom Seufzen und Stöhnen

Wir Menschen sind keine lautlosen Lebewesen. Wir hören uns und andere gerne, um soziale Interaktionen zu gestalten und wahrzunehmen. Unser Nervensystem benötigt diese Impulse auch um sich und unseren Körper auf die verschiedenen Situationen einzustellen. Geräusche gehören, zu der erotischen Reizen/Quellen die uns in unserer Lust beinflussen können. Richtig eingesetzt sind also die Laute welche wir im Liebesspiel von uns geben, ein gutes Mittel um unsere Lust und die des Partners zu steigern oder zu halten. 

Die Laute welche wir beim Sex von uns geben sind auch ein Weg der Kommunikation. Wir bekommen oder geben unseren Partnern Signale wie uns das Lusterlebnis gefällt und ob wir allenfalls mehr von einem gewissen Reiz haben wollen. Wir geben also Laute der Zustimmung, der Begeisterung oder des Verlangens, des Flehens oder der Ekstase von uns. Dies kann wiederum für unsere Partner eine Quelle der Luststeigerung sein und somit feuert man sich gegenseitig zu neuen Höhen der Lust an. 

Leider fällt es vielen Menschen schwer ein Seufzen oder Stöhnen über die Lippen zu bringen. Emotionale Äusserungen dieser Art sind für einen Grossteil der Bevölkerung stark schambehaftet. In unserer Erziehung lernen wir möglichst still und unauffällig zu sein. Wir schweigen daher und sind auch in unserer Lust häufig eher ruhig und zurückhaltend. 

Der Gegenpol sind Menschen welche sich das Stöhnen von Pornos abgucken und auf Kommando die wildesten Laute von sich geben. Der Unterschied zwischen gespielter Lust ist jedem fast auf Anhieb auf sehr subtile Art bewusst. Wichtig ist bei dieser Art der Kommunikation also authentisch zu bleiben. Hörbar werden also Laute welche aus dem Körper und den starken Empfindungen entstehen. Als Vergleich nehme ich gerne den Dampfkochtopf mit seinem Überdruckventil. Wird ein vordefinierter Druck überschritten, so muss der überschüssige Druck entweichen. Genauso sind Seufzer, Stöhner, Knurren und Brummen jeder Art ein emotionales regulieren von viel Lust, Zufriedenheit oder Wohlbefinden.

Atmung hilft uns nicht nur in ihrer Hörbaren Form sondern auch in der primären Funktion der Luft zu- und Ausleitung. Es ist eine der bekanntesten Formen der Selbstregulierung. Für viele von uns ist das tiefe Ein- und Ausatmen bei schwierigen Situationen fast schon automatisch die schnellste Methode sich zu beruhigen. Auch beim Sex kann uns die Atmung dabei unterstützen, Ruhe in die Hitze des Gefechts zu bringen. So lässt sich durch bewusste Atmung ein Orgasmus verzögern oder bei bedarf auch beschleunigen. Die meisten Menschen halten den Atem kurz vor dem Orgasmus an und spannen dabei noch verschiedene Bereiche der Muskulatur an. Somit fühlt sich der Orgasmus gleich doppelt als Erleichterung oder gar Befreiung an. Kennt man das eigene Verhalten in diesen beiden Situationen, so kann man sich bewusster dazu entscheiden den Tonus der Muskulatur und die Art der Atmung zu regulieren, um den Orgasmus zu verzögern oder zu intensivieren.

In der Sexualberatung wird viel mit Atmung gearbeitet. Sich selbst zu hören und dabei nicht gleich rot anzulaufen ist nicht für jeden einfach, aber es lässt sich üben und sobald man den Dreh raus hat, geht es förmlich ganz von selbst. Macht euch hör- uns spürbar.

ÜBUNGEN / EVALUATION / DOWNLOADS

Teenager Paar beim ersten Mal

 

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